SSV von 1894 bestes deutsches Team bei der Easter Regatta 2019 in Portorož

Wie jedes Jahr zieht es die Schweriner Optimist Segler in den Osterferien an das Mittelmeer nach Slowenien, um eine Woche intensiv zu trainieren und an der anschließenden Easter Regatta teilzunehmen.

Diesmal waren 26 Kinder aus allen Schweriner Segelvereinen dabei. Dank der guten Vorbereitung durch Trainer Jörg Lehmann und die enge Zusammenarbeit mit den Rostocker Segelvereinen konnten vier Trainingsgruppen gebildet werden. Für die Jüngsten stand erstmal Grundlagentraining in der geschützten Bucht von Portorož auf dem Programm. Mit viel Begeisterung wurden Bootsmanöver geübt und erste Übungsregatten veranstaltet, immer wieder durch Pausen und Segeltheorie an Land aufgelockert. Hierbei mussten sich Trainer Michael Hochbaum vom SSV und Christian Grünbaum aus Rostock immer wieder Neues einfallen lassen, um die Kleinsten bei guter Laune zu halten.

Für die fortgeschrittenen Segler ging es mit Trainer Jörg Lehmann und Thomas Sachs gleich auf das Mittelmeer hinaus. Schon als Vorbereitung auf die langen Regattatage zu Ostern wurden die Futtertonnen der Segler gut bestückt, denn zur Mittagspause war gemütliches Abhängen im Boot angesagt. Immer vormittags wurden Bootsbeherrschung und Manövertechnik intensiv trainiert. Dazu wurden Startszenarien geprobt und Tonnenrundungen verbessert. Wind und Wetter haben gut mitgespielt. Frischer Wind mit Wolken und fast Flaute mit leichter Dünung wechselten sich ab.

Nachmittags trafen sich alle Trainingsgruppen der Segler aus Mecklenburg Vorpommern zur Trainingsregatta mit bis zu 70 Booten. Oft kamen noch weiteren Gästen hinzu. Auch der Landeskader mit Trainer Frank Hildebrandt nutzte Möglichkeit in dieser großen Gruppe intensiv zu trainieren. Beste Bedingungen um sich auf die Starts zu Ostern im Feld der über 500 Optimisten vorzubereiten.

Dank der guten Leistung der Segler war Trainer Jörg Lehmann so zufrieden, dass der Gründonnerstag komplett zur Erholung genutzt wurde. Viele Familien haben die Gelegenheit genutzt, einen Ausflug zu den berühmten Grotten zu machen oder sich die schöne Altstadt von Piran anzusehen.

Am Freitag war die wichtigste Frage: "In welcher Gruppe bin ich gelandet?". Nach dem Coach-Meeting hieß es erst einmal Geduld üben, da der angekündigte Wind noch auf sich warten ließ.

Zum Mittag bewegte sich die Optiflotte dann geschlossen auf das Meer hinaus. Noch eine weitere Stunde verging, ehe der sportlich große Kurs ausgelegt war und die erste Gruppe erfolgreich gestartet war. Bei leichtem Wind und mäßiger Welle schaffte die Wettfahrtleitung bis 19 Uhr dann 3 Wettfahrten für alle Gruppen bevor der Wind ganz einschlief. Riesen Respekt an die Achtjährigen, die auch die letzte Wettfahrt noch konzentriert ins Ziel gesegelt sind!

Nach neu durchgemischten Gruppen und ähnlichen Segelbedingungen war die Regattaleitung am zweiten Regattatag schon mit zwei Wettfahrten für alle Gruppen zufrieden.

Am Finaltag wurden die Gruppen dann nach ihren Platzierungen eingeteilt. Allerdings auch für den Sonntag musste wieder erst an Land abgewartet werden. Mit leichter Seebriese konnte dann eine erste Wettfahrt für alle Finalgruppen am frühen Nachmittag ins Ziel gebracht werden. Danach frischte der Wind noch zu ordentlichen 15 Knoten auf. Leider pendelte er dabei so stark, dass der Start zu einer Geduldsprobe für alle wurde. Nach etlichen abgebrochenen Versuchen der Goldgruppe, klappte es dann mit einer zweiten Wettfahrt. Da die Zeit schon weit fortgeschritten war, wurden die letzten beiden Gruppen ohne weitere Rennen an Land geschickt. Silber und Bronze durften aber noch Starten und ihre Platzierungen ermitteln.

An Land dann tolle Ergebnisse für den SSV. So konnte sich Reamonn Theiner über einen sehr guten 19. Platz freuen. Große Freude auch bei Janne Schirmer vom SSV, sie wurde mit Platz 57 bestes Mädchen in der U12 Wertung.

Eine Überraschung war dann noch die Verkündung der Teamwertung. Hier wurden die jeweils vier besten Segler der Vereine zusammen gewertet. Für den SSV von 1894 waren das Reamonn Theiner, Janne Schirmer, Noel Theiner und Theodor Schmidt. Sie schafften es auf den sechsten Platz und wurden damit bestes deutsches Team hinter drei italienischen und zwei slowenischen Segelclubs.

Bester Deutscher im Feld wurde Mic Mohr vom Plauer Wassersportverein auf Platz 5.

Alle Ergebnisse unter: http://www.klub-pirat.si/dogodki/notice-board-sailing-point-easter-regatta-2019

"Einen herzlichen Glückwunsch an alle!"

Thomas Sachs

zurück