Landesjugendmeisterschaft M-V Segeln 2017 in Schwerin


Der Landesseglerverband hatte für das Jahr 2017 die Schweriner Segelvereine mit der Ausrichtung der Landesjugendmeisterschaft beauftragt. Noch im Februar 2016 hatten sich Vertreter von fünf Vereinen (Schweriner Segler-Verein von 1894 e.V., Schweriner Yacht-Club e.V., Sportverein Mecklenburgisches Staatstheater e.V., Segelclub Schloßbucht Schwerin, Segelverein Schwanenhalbinsel) getroffen und eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Kurz darauf gab es bereits die ersten Arbeitstreffen und die Verteilung der Aufgaben.

Die beiden Großvereine (SSV & SYC) mit den meisten Erfahrungen in der Durchführung von Großregatten, dem entsprechenden technischen Material und der Manpower übernahmen als verantwortliche Wettfahrtleitungen (Ellen Neumann und Jörg Zimmermann) jeweils eine Regattabahn (A und B). Die Bahn A war den 420ern, den Lasern und den Europe vorbehalten. Die Bahn A befand sich im oberen östlichen Teil des Innensees, während die jüngeren Segler (Optimisten, Cadet und Open Bic) den südlichen Innensee in Anspruch nahmen.

Die Wettfahrtleitungen wurden durch Personal und Material aus den drei anderen Vereinen ergänzt. Die Fahrtfahrten waren natürlich der wichtigste Teil der Veranstaltung. Dennoch ist das Drumherum in der Regel der unübersichtliche und schwierigste Teil einer derartigen Großveranstaltung. Es werden Stellplätze für Boote, Autos, Bootstrailer und Campingflächen mit entsprechender Logistik benötigt. Außerdem müssen die Segler und die Helfer mit Essen und Getränken versorgt werden. Bis kurz vor dem Veranstaltungsbeginn sind die endgültigen Teilnehmeranzahlen nicht bekannt.

Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch in der Landorganisation arbeiteten alle Vereine eng zusammen und teilten sich die Belastungen auf. Ein sehr wichtiger Gesichtspunkt bei der Durchführung von Segelregatten sind immer die Kosten, die eine derartige Veranstaltung verursacht. Nicht alles Wünschenswerte ist realisierbar und die Veranstaltung sollte in keinem Fall ein Defizit erwirtschaften. Ein Defizit müssten die ausrichtenden Vereine alleine tragen.

Es gab beim SSV und dem SYC jeweils ein Regattabüro und die Teilnehmer konnten sich aussuchen bei welchem Verein sie gerne campen und ihre Boote abstellen wollten. Erwartungsgemäß nutzte ein großer Teil der Camper die Marstallwiese vor dem SSV-Gelände sowie die Rasenflächen auf dem Gelände des SV Theater. Zwei Väter der Opti-Gruppe vom SSV waren an drei Tagen dafür zuständig, für einen geregelten Verkehr um die Marstallwiese herum zu sorgen und Fremdparker von der Wiese fern zu halten.

Kurz vor dem Start der ersten Wettfahrt standen dann drei Zahlen fest: 248 Boote / 34 Trainerboote und 296 Segler.

Der Samstag war kein sehr schöner Segeltag mit Regen und kräftigen Windböen. Dennoch gelang es beiden Wettfahrtleitungen die geplanten vier Wettfahrten sehr zügig durchzuziehen. Auch die Stimmung unter den Segler war gut. Dank fleißiger Helfer konnten sich die Segler kurz nach dem Anlanden am Grillbüfett einfinden und sich die Bäuche vollschlagen. Der Rest des Abends stand den Seglern und ihren Begleitern für einen Bummel auf dem Altstadtfest zur Verfügung und pünktlich um 23 Uhr gab es auch noch ein Feuerwerk.

Am Sonntag erfolgte bei deutlich besseren Wetterbedingungen um 10:30 Uhr der Start zu den letzten beide Wettfahrten. Wie am Vortag ging es zügig voran und ab 14:30 Uhr konnten sich die ersten Segler in der Halle des Marstalls zum Essenempfang einfinden. Während der gesamten Meisterschaft gab es so gut wie keine Proteste, die den weiteren Ablauf hätten behindern können. Die sonst kahle Halle des Marstalls war von den Vereinen mit Bierzeltgarnituren, einer großen Bühne, Siegerpodesten, Dekoration, Licht und Beschallung hervorragend ausgestattet worden. Dank der Firma Glashäger konnte jedes Kind so viel wie es wollte, Softgetränke trinken.

Fast unmittelbar nach dem Essen begann die umfangreiche Siegerehrung. Die kurze Zeit zwischen Essen und Ehrung wurde vom Sportfreund Paddy mit launigen Einlagen unter Einbeziehung der Kinder sehr gut überbrückt.

Die Siegerehrung wurde von den jeweiligen Wettfahrtleitern und dem Moderator Ekkehard Schulz und unserem Vorsitzenden Stephan Sollberg vorgenommen. Bei der Verteilung der Vielzahl der Medaillen gab es eine hilfreiche Unterstützung durch den Oberbürgermeister der Stadt Schwerin, Rico Badenschier.

Zum Abschluss der Siegerehrung dann noch ein Höhepunkt. Der Getränkehersteller Glashäger hatte einen Sonderpreis gestiftet mit dem die erfolgreichste Jugendabteilung eines Segelvereins aus Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 ausgezeichnet wurde. Der Gewinner 2017:

LJM 2017
ausgezeichneter SSV

Schweriner Segler-Verein von 1894 e.V.

Durch die engagierten Helfer war am frühen Sonntagabend nach der Abreise der Segler alles schnell ab- und aufgeräumt und nur noch wenige Nacharbeiten erforderlich.

Die Firma Porthun & Thiede hatte extra eine Internetseite für die LJM 2017 kreiert, die auch während der laufenden Veranstaltung regelmäßig mit Informationen und Ergebnislisten gefüttert worden ist. Das war schon für eine Schweriner Segelveranstaltung etwas besonders und wegen der verschiedenen Standorte auch sehr hilfreich. Hier der Link zu der noch geöffneten Seite

https://ljm-mv-2017.de/

Der Verfasser des Textes war von Anfang an in die Organisation der Veranstaltung eingebunden und möchte an dieser Stelle ein persönliches Resümee ziehen:

Insgesamt eine runde und gelungene Landesjugendmeisterschaft. Der gute Ruf der Schweriner Segelvereine hat sich in der Szene erneut bestätigt.

Mit insgesamt 35 Seglerinnen und Seglern in 6 verschiedenen Bootsklassen war der SSV nicht nur der erfolgreichste Verein, sondern auch der mit den meisten Teilnehmern.

12 Medaillen für den SSV (2x Gold, 6x Silber, 4x Bronze) waren der Lohn für die harte Arbeit der Aktiven und Trainer beim Training.

Alle Ergebnisse der LJM sind hier veröffentlicht:
http://www.raceoffice.org/event.php?eid=2089377508593808176cc54

Bernhard Kaatz


Einige Bilder

LJM 2017

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