Weltmeisterschaften der 420er in SanRemo, Italien

An der diesjährigen Weltmeisterschaft im 420er in SanRemo nehmen drei Mannschaften aus Schwerin teil. Darunter sind auch Sofie, Henning und Johannes aus unserem Verein. Damit die daheim gebliebenen an den Ereignissen teilhaben können, veröffentlichen wir hier die regelmäßigen Berichte aus dem Trainingslager und ab dem 15.07. bis zum 23.07.2016 von der Meisterschaftsregatta.
Auch auf der Website der 420er-Klasse wird über die WM berichtet. Bilder und Tagesberichte sind dort zu finden. Die aktuellen Ergebnislisten sind auf der Veranstalter-Homepage der WM einzusehen.

Abschlussbericht

Schweriner Seglerteams mit guten Ergebnissen bei Weltmeisterschaft in Italien

Nach einer Woche Vorbereitungstrainingslager haben die drei nominierten Schweriner Seglerteams Sofie Schöne (SSV) /Line Thielemann (SYC), Henning Kröplin (SSV) /Jonas Porthun (SVTh) und Mika Trosien (SYC) /Johannes Erichsen (SSV) vom 15. bis 23. Juli 2016 an der Weltmeisterschaft der 420er Bootsklasse in Sanremo/Italien teilgenommen.

Insgesamt 524 Segler aus 25 Ländern weltweit gingen in dieser Woche in 12 Wettfahrten in der Open-, Damen- und U17-Wertung an den Start. Nachdem am ersten Wettfahrttag wegen Flaute kein Rennen durchgeführt werden konnte, mussten die Segler bis Mitte der Woche ihr Können bei leichten Winden und hochsommerlichen Temperaturen unter Beweis stellen. Nach den 6 Qualifikationsrennen standen dann bis zum Wochenende die 6 Finalrennen in den Gold- und Silbergruppen bei zunehmenden Winden auf dem Programm, so dass am Ende jeder Segler auf seine Kosten kam.

Die Schweriner Damen-Crew mit Sofie Schöne/Line Thielemann lag nach den Qualifikationswettfahrten auf einem hervorragenden 10. Rang der Damen-Wertung und hatte damit den Einzug in die Finalrennen der Gold-Gruppe erreicht. Die geringen Punktabstände zu den Vorplatzierten ließen zur Halbzeit fast noch auf einen Medaillenrang hoffen. Dafür hatte es am Ende leider nicht ganz gereicht. Die Mannschaft konnte ihre Leistung trotzdem verbessern und errang im Gesamtergebnis einen ausgezeichneten 7. Platz. Damit wurde sie bestplatziertes deutsches Team.

Die beiden U17-Mannschaften Mika Trosien/Johannes Erichsen und Henning Kröplin/Jonas Porthun lagen am Ende auf den Plätzen 34 und 37 und konnten sich mit dieser anerkennenswerten Leistung in dem starken internationalen Teilnehmerfeld behaupten.

Gesine Kröplin

neuer 420er
Jonas und Henning (Bootsnummer 32)
neuer 420er
Sofie und Line

Sonnabend, 23.07.2016
Der letzte Tag der WM begann wie gewohnt mit Warten doch etwas war anders, denn wir fuhren nicht raus, da zu viel Wind war. Wir mussten also ein bisschen warten bis sich die Wettfahrtleitung entschied, dass die Goldgruppen zuerst segeln sollten und im Anschluss dann die Silberfleets auf den Kurs sollten. Danach war geplant, dass die U17-Flotte ablegen sollte, doch da machte die letzte Startmöglichkeit um 17 Uhr ihnen einen Strich durch die Rechnung. Somit begannen wir mit dem Einpacken der Boote und gingen dann um 20:00 Uhr zur feierlichen Siegerehrung und danach noch Feiern. Nur um halb sechs wieder aufzustehen, um nach Schwerin zu fahren, war mühsam.

Freitag, 22.07.2016
Heute ging es nach dem Frühstück mal pünktlich aufs Wasser ohne vorheriges Warten. Es baute sich immer mehr Wind auf und so konnten wir bei super Bedingungen um 11:00 Uhr starten. Die meisten freuten sich über den etwas stärkeren Wind und wir konnten in relativ kurzer Zeit drei Wettfahrten segeln. Sofie Schöne und Line Thielemann belegen zur Zeit den äußerst guten 7. Platz in der Damenwertung. Mika Trosien und Johannes Erichsen liegen auf Rang 34 und Henning Kröplin und Jonas Porthun sind mit leider zwei Frühstarts 37. der U17. Es stehen noch drei Rennen für morgen auf dem Plan, die allerdings bei dem angesagten Wind schnell erledigt sein müssten.

Donnerstag, 21.07.2016
Der vierte Wettfahrttag begann um sieben mit dem Frühstück, da für 10:00 Uhr der erste Start angesetzt war. Nach einer kurzen Startverschiebung an Land fuhren wir aber raus. Wir segeln seit heute die Finalrennen in Gold- und Silbergruppe. Nach einer Wettfahrt fuhren wir wieder rein, obwohl Wind war. Die Segler in der Open-Gruppe absolvierten planmäßig die angesetzten zwei Wettfahrten. Nach 2 Stunden an Land fuhren wir, d.h. die Ladies- und die U17-Gruppe, bei noch weniger Wind raus, warteten eine Stunde auf dem Wasser, badeten und wurden dann wieder reingeschleppt. Abends war noch ein "Sailors Dinner" und danach Disco.

Mittwoch, 20.07.2016
Der dritte Regattatag begann mit einem entspannten Frühstück, da der erste Start erst um 13:00 Uhr stattfinden sollte. Also fuhren wir zu um 13:00 Uhr aufs Wasser, um festzustellen das kein Wind war. Deshalb warteten wir bis ca. 15:00 Uhr bis der Wettfahrtleiter sich entschloss, endlich das erste Ankündigungssignal zu setzen. Darauf segelten wir in der U17-Gruppe zwei Wettfahrten bei gutem Wetter aber eher wenig Wind. Die anderen Gruppen Ladies und Open absolvierten drei Wettfahrten.

Ergebnisse nach 5 bzw. 6 Wettfahrten:
Henning/Jonas 32. von 68 Booten
Sofie/Line 10. von 84 Booten
Mika/Johannes 27. von 68 Booten

Dienstag, 19.07.2016
Die ersten drei Wettfahrten sind nun nach einem langen Tag in der Wertung. Bereits um 7:00 Uhr gab es Frühstück, da der Start zur ersten Wettfahrt auf um 10:00 Uhr vorgezogen wurde. Leider nützte das nicht viel, da mal wieder kein Wind war. Wir warteten also 4 Stunden bis es dann endlich aufs Wasser ging. Eine leichte Brise war vorhanden und die erste Wettfahrt wurde gegen 14:30 Uhr gestartet. Drei Wettfahrten wurden geschafft und die drei Teams aus Schwerin mit je einem Segler vom SSV liegen derzeit auf folgenden Plätzen: Sofie Schöne (SSV), Line Thielemann (SYC) auf Platz 14 der Damen ; Mika Trosien (SYC), Johannes Erichsen (SSV) auf Platz 20 der U17 ; Henning Kröplin (SSV), Jonas Porthun (SVTH) auf Platz 33 der U17.

Montag, 18.07.2016
Der erste Wettfahrttag begann wie die anderen Tage mit dem Warten an Land. Der einzige Unterschied war: es war Wind. Die Wettfahrtleitung erwartete jedoch wie jeden Tag, dass der Wind zur Mittagszeit weggeht und Thermik aus einer anderen Richtung kommt. Nachdem wir drei Stunden an Land gewartet hatten, fuhren wir doch raus. Der Wind hatte schon gedreht, es war aber noch sehr wenig. Doch anders als wir erwartet hatten, kam kein Wind. Auf dem Wasser warteten wir weitere zwei Stunden, die meisten verbrachten diese Zeit mit Baden und fuhren dann wieder an Land.

Sonntag, 17.07.2016
Den heutigen Tag begannen wir um 11:00 Uhr mit einer sehr stressigen Vermessung in den Katakomben des Vereins bis um 13:00 Uhr. Danach bauten wir die Boote schnell wieder auf, um noch rechtzeitig zum Practice Race auf den Wasser zu sein. Wir segelten dann noch bis um halb 4 Uhr und machten dann noch den Feinschliff an unseren Booten, bis wir nach einem kurzen leichten Abendessen zu um 19:00 Uhr zur feierlichen Eröffnung gingen.
Leider können wir mangels entsprechender Informationen noch keine Ergebnisse des Practice Race berichten.

Sonnabend, 16.07.2016
Auch dieser Tag begann wie immer mit dem Frühstück um 8:00 Uhr. Anschließend hatten wie eine Stunde Zeit um die Segelanweisung zu studieren, die wir danach alle zusammen noch einmal besprachen. Um 11:30 Uhr gingen wir alle gemeinsam in den Hafen, da mittlerweile eine leichte Brise zum Segeln war. Wir segelten bei schönen Bedingungen und herrlichem Sonnenschein 2–3 Stunden. Anschließend wurden alle Boote für die Vermessung am morgigen Tag vorbereitet. Nun hoffen wir das alles gut klappt und wir alles perfekt vorbereitet haben.

Freitag, 15.07.2016
Heute waren endlich perfekte Bedingungen zum Segeln, da der Wind konstant bei 15 kn aus einer Richtung blies und wunderbares Wetter mit ein bisschen Welle war. Also segelten wir, nachdem wir die Boote aufgebaut hatten, auf das Meer hinaus. Doch gegen Mittag drehte der Wind plötzlich und nahm extrem ab, sodass segeln nicht mehr möglich war. Also wurden wir in den Hafen geschleppt, um Mittagspause zu machen. Doch nach einer halben Stunde hatte sich der Wind wieder auf 15 kn aus Westen stabilisiert, sodass wir wieder ein paar Rennen gegen die anderen fahren konnten.

Donnerstag, 14.07.2016
Heute war wieder sehr viel Geduld gefragt, da der Tag wieder mit Warten begann. Trotzdem gingen wir nach dem Frühstück zum Hafen, um unsere Boote aufzubauen. Dann warteten wir, bis um 13:00 Uhr entschieden wurde, das wir segeln. Also fuhren wir auf das immer noch von Wellen (1–2 m) überzogene Mittelmeer hinaus. Wir machten ein paar Kreuzen zum angleichen bei wenig Wind. Danach segelten wir mit den Mädchen noch ein Rennen, das auf der ersten Kreuz abgebrochen wurde, da der Wind komplett eingeschlafen war. Also schleppten uns die Trainer in den Hafen und wir konnten den Rest des Tages bis zum Abendessen frei gestalten.

Mittwoch, 13.07.2016
Heute war der erste Tag mit gutem Wind, der sich schon zum Frühstück aufgebaut hatte und den Tag über noch zunahm bis auf 30-35 kn. Wir begannen mit dem Auftakeln der Boote und segelten dann aufs Mittelmeer hinaus. In der Zwischenzeit hatte sich eine sehr große Welle gebildet die das Segeln sehr erschwerte (2–3 m).
Wir begannen mit zwei langen Kreuzen und segelten dann noch ein paar Rennen gegen die Mädchen. Danach segelten wir in den Hafen, weil der Wind sehr aufgefrischt hatte (auf 40 kn). Den Nachmittag hatten wir frei und mussten uns abends selbst versorgen.

Dienstag, 12.07.2016
Der 3. Trainingstag verlief ähnlich wie die anderen da wir erst einmal wieder bis 15:00 Uhr warteten, bis das Kommando zum Ablegen erteilt wurde. Wir fuhren lange Kreuzkurse bei sehr wenig Wind und zum Schluss machten wir als Team Deutschland noch ein paar Rennen, zu denen der Wind dann doch noch ein bischen auffrischte.

Montag, 11.07.2016
„Warten ist die Lieblingsbeschäftigung eines Seglers“ Zitat Herr Schulz (Trainer)
Gewartet haben wir heute und gestern sehr viel, denn der Wind lässt wie erwartet sehr zu wünschen übrig. Wir segeln nur nachmittags/abends ca. 2 h. Aber wenn wir dann auf dem Wasser sind, macht es sehr viel Spaß. Nur die Temperaturen machen einigen noch zu schaffen, denn es ist sehr warm mit bis zu 35 Grad im Schatten. An die Hitze gewöhnt man sich und außerdem verbringen wir viel Zeit im Meer mit Tauchen und Schwimmen.
Die Zimmer im Hotel sind sehr schön und das Essen reicht auch (Am Montag gab es Tintenfisch).

Sonntag, 10.07.2016
Wir hatten heute einen sehr schönen 1. Trainingstag, den wir nach dem Frühstück mit dem Auftakeln der Boote begannen. Am Nachmittag/ Abend segelten wir bei sehr wenig Wind auf das Mittelmeer hinaus, um uns mit kleinen Wettfahrten an die Bedingungen zu gewöhnen.

Sonnabend, 09.07.2016
Hallo, ihr im kalten Deutschland. Wir sind heute nach 20 h in Italien angekommen und haben erst mal die Boote abgeladen. Danach sind wir ins Hotel gefahren und haben eine kurze Besprechung gemacht und die sehr coole Teamkleidung bekommen. Danach sind wir ins wunderbar warme Mittelmeer gesprungen und anschließend haben wir Abendbrot gegessen.

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