Schon wieder ein neues Schlauchboot?
Neues aus der Jugendabteilung

Der Verein erfreut sich seit vielen Jahren an seiner großen und stabilen Jugendabteilung. Nach einem Generationswechsel hat sich bei unserem Nachwuchs eine erfolgreiche Regattagruppe entwickelt, die außerordentlich aktiv an Wettkämpfen teilnimmt. Seit dem letzten Jahr stellen sich auch schöne Erfolge ein. Dies ist besonders dem Engagement unserer Trainer und Übungsleiter zu verdanken. Erfolge kann man nur durch intensives Training erreichen und so ist in der Saison unter der Woche regelmäßige Wasserarbeit angesagt. Dazu brauchen die Trainer natürlich auch das geeignete Arbeitsgerät. Und das sind unsere Schlauchboote.

In den letzten Mitgliederversammlungen hatte der Vorstand jeweils seine Materialpolitik in der Jugendabteilung unterbreitet und dabei darauf hingewiesen, dass eine regelmäßige Erneuerung der Grundstruktur im Materialbereich notwendig ist. Nur so können wir einen guten Trainings- und Regattabetrieb sicherstellen. Diese Ankündigungen haben wir seit dem konsequent umgesetzt. Vereinsbus, Trainerboote und Bootstrailer wurden erneuert oder ausgetauscht. Auf diese Weise wurden die Reparatur- und Unterhaltungskosten drastisch gesenkt.

Eines unserer ältesten Schlauchboote hat nun fast 20 Jahre seinen Dienst getan. Das Boot ist wegen des ständigen Luftverlustes nur noch begrenzt einsetzbar. Deshalb war im Haushalt 2012 der Kauf eines Ersatzboots vorgesehen. Hierfür bewilligte der Landessportbund Fördermitteln in Höhe von 5.000 €. Nach der Bescheiderteilung im Spätsommer wurde die entsprechende Bestellung ausgelöst (Boot, Motor, Trailer). Aber dann bekamen wir die Folgen der Finanzkrise in Südeuropa zu spüren: Der Hersteller in Portugal stellte die Produktion ein ohne unseren Händler zu informieren und meldete schließlich im November Insolvenz an.

Das neue Schlauchboot
Das neue Schlauchboot

Da die Mittel des LSB bis zum Jahresende zu verwenden waren, musste nun eine Ersatzlösung gefunden werden. Für unsere Zwecke geeignete und bezahlbare Boote von hoher Qualität stehen in ganz Europa aber nicht im Regal. Die Lösung wurde schließlich in England gefunden. Bei der Fa. Humber lag ein bereits produziertes Boot, das dann tatsächlich noch vor Jahresende in Schwerin ausgeliefert werden konnte. Für die zeitraubende Internetrecherche - auch auf fremdsprachigen Seiten - gilt unser besonderer Dank Kai Erichsen.

Das neue Boot ist wie die anderen Trainerboote ostseetauglich und damit vielfältig einsetzbar. Von der ursprünglichen Absicht, das alte Boot zu verkaufen, haben wir Abstand genommen. Besonders bei den Veranstaltungen in der vergangenen Saison waren wir mehrfach auf Boote anderer Vereine angewiesen. Wir werden zunächst prüfen, ob es sich lohnt, das Boot noch einmal einer Grundsanierung zu unterziehen. Dies wäre kostengünstig und hätte den Vorteil, dass wir in Zukunft bei großen Regatten und bei der Überschneidung von Trainingseinheiten eine größere Unabhängigkeit und Beweglichkeit hätten.

Bernhard Kaatz
Schatzmeister

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