Ein Campingplatz schwimmt weg - IDJM 2007 in Flensburg

Vom 28. Juli bis zum 03. August 2007 waren rund 240 420er- Segler und 60 29er- Segler zu Gast beim Flensburger Segelclub, um auf der Flensburger Innenförde die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften auszusegeln. Somit tummelten sich etwa 300 aktive Segler plus Betreuer, Trainer und Eltern auf dem Gelände des FSC und der Hanseatischen Yachtschule.
Schon bei der Ankunft war klar- die meisten von uns hatten das wichtigste für diese Meisterschaft zu Hause vergessen - GUMMISTIEFEL !!!
Der Zeltplatz stand etwa knöcheltief unter Wasser und die ersten Tage wollte es auch nicht wieder aufhören zu regnen . Zu allem Übel kam noch, dass Flensburg auf so einen Gummistiefelandrang nicht vorbereitet war und alle sofort ausverkauft waren.
Samstag und Sonntag stand lediglich die Kontrollvermessung auf dem Programm, die wir zum Glück alle gut überstanden. Nachdem die meisten 420er- Segler sich Sonntagnachmittag in der nahe gelegenen Fördeland Therme noch einmal richtig erholten, sollte am Montag um 11 Uhr der Startschuss zur ersten Qualifikationswettfahrt gegeben werden. Doch da die Wettfahrtleitung für diesen Tag eine Unwetterwarnung bekam und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 38 Knoten zu rechnen war, entschied sich der Wettfahrtleiter dazu, den Start auf den nächsten Tag zu verschieben. Einigen leichteren Mannschaften kam das ganz gelegen, mein Vorschoter und ich ärgerten uns hingegen schon ein bisschen. Doch auch am Dienstag hatte der Wind nur wenig abgenommen und wir segelten bei ca. 25 Knoten zwei Qualirennen. Für uns lief alles bestens, ersten Rennen gewonnen und im zweiten bis etwa 100 Meter vorm Ziel zweiter als wir uns entschieden heldenhaft den Spinnacker zu ziehen und natürlich "baden" gingen. (wir wurden immerhin noch 16.)
Der folgende Tag versprach Besserung was das Wetter anging, jetzt gab es sogar schon Regenpausen bis zu 5 Stunden. Bei mäßigem Wind segelten wir drei weitere Qualifikationswettfahrten, wodurch die Aufteilung in Gold- und Silverfleet entschieden war.
An Land gab es dann die Gruppenbänder und am späten Nachmittag ging es raus zur ersten Finalwettfahrt in den Fleets. Nach einem Rennen bei sehr schwachem Wind fuhren alle sichtlich erschöpft vom Tag in den Hafen zurück und fielen ins Bett bzw. auf die Luftmatratze. Donnerstag und Freitag segelten wir jeweils nur zwei Wettfahrten bei leichtem und sehr drehigem Wind. Leider kamen wir mit den durchaus schwierigen Bedingungen nicht so gut zurecht, rutschten im Goldfleet vom 11. auf den 32. Platz nach unten. Max und Kurt Schaller vom Schweriner Yachtclub kamen mit den Verhältnissen besser klar, belegten einen hervorragenden 14. Platz und wurden 3. in der U17 Wertung. Tim Wilcke und Christin Lemcke vom Schweriner-Segler-Verein erkämpften sich einen guten 49. Platz im Goldfleet. Die restlichen Schweriner Mannschaften dominierten das Silverfleet. So wurde Ole Sieber vom SYC 2. und Mats- Ole Eckhardt vom SSV 5. im Silverfleet.
Im Großen und Ganzen konnte das Team MV mit den Ergebnissen ganz zufrieden sein und so wurde nach der Siegerehrung durch unseren Wettfahrtleiter Hajo Andresen, kräftig gefeiert. Bis morgens um 02 Uhr tanzten die Segler zu coolen Beats von DJ Airbag.
Alles im allem muss ich sagen, eine sehr gelungene Meisterschaft: großes Lob an den FSC!


Euer Henner
GER 52894
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