ISAF Jugendweltmeisterschaft in Auckland, Neuseeland

Flughafen Frankfurt

Wandern auf Waiheke

Wandern auf Waiheke

Snacks im Hafen

Stand-Up-Paddling

Auftakeln des Bootes

Eröffnungsfeier





Kriegsbemalung (Sonnenschutz)

Bootstausch

Halbwind

Siegerehrung

Vereinsbild mit Peter Burling

Legoweihnachtsbaum

Viele Grüß aus dem sonnigen Neuseeland an das kalte Deutschland.

Zusammen mit meiner Vorschoterin Line Thielemann habe ich mich in diesem Jahr für die ISAF Jugendweltmeisterschaft qualifiziert. Diese findet vom 16. bis 20. Dezember in Auckland statt. Es ist eine besondere WM, bei der nur ein Damen- und ein Herrenteam pro Nation teilnehmen darf.

An Freitag, dem 9. Dezember ging die Reise los. Von Frankfurt flogen wir erst nach Dubai und dann weiter nach Auckland. Am Sonntag kamen wir 11:00 Uhr müde, aber gut gelaunt dort an. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, sahen wir uns ein wenig die Stadt an und fielen abends totmüde ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Fähre auf die Insel Waiheke und wanderten dort am Vormittag. Nach einem leckeren Mittagessen gingen wir an den Strand, wo einige baden gingen oder sich einfach ausruhten.

Am Dienstag hatten wir vormittags frei. Wir nutzten die Zeit, um Weihnachtsgeschenke und Postkarten zu kaufen. Nachmittags gingen wir in einen Hafen und fuhren Kajak oder machten Stand-Up-Paddling. Am Mittwoch war es endlich so weit: Wir konnten unser Charterboot in Empfang nehmen. Wir teilen uns mit den Jungs (Lennart Kuß und Paul Arp aus Warnemünde) ein Boot. Nachdem wir es, unter strengen Einschränkungen, aufgebaut hatten, konnten wir beide nacheinander eine Stunde segeln gehen. Da wir nicht gemeinsam trainieren konnten, taten wir uns mit den anderen Nationen zusammen und überprüften, ob unsere Trimms gut waren.

Am nächsten Tag war das Practise Race angesetzt. Zuerst starteten die Jungs und nach kurzem Informationsaustausch am Strand gingen wir aufs Wasser. Wie an den Tagen zuvor waren zwischen 15 und 20 Knoten und die Konkurrenz war ziemlich gut. Am Nachmittag fühlten wir uns gut vorbereitet für den kommenden Tag.

Abends war die Eröffnungsfeier. Nach einem Eröffnungszug kamen wir in einem großen Saal zusammen. Dort wurden wir von den einheimischen Maori begrüßt und die ISAF wurde damit eröffnet, dass alle Nationen Wasser aus ihrem Land zusammengeschüttet haben. Nach einem Unterhaltungsprogramm gab es leckeres Essen und dann sind wir früh ins Bett gegangen, um für den kommenden Wettfahrttag fit zu sein.

(Fortsetzung…)

Der erste Wettfahrttag startete wieder mit stürmischem Wind. Da die Jungs wieder als erstes gestartet sind, konnten wir ausschlafen und ganz entspannt den Tag beginnen. Der Wind war noch stärker als am Vortag, wir kämpften uns aber durch und segelten einen 14. Und einen 12. Platz, womit wir allerdings nicht ganz zufrieden waren. Doch unser Trainer Toni baute uns am Abend wieder auf und wir gingen abends motiviert ins Bett, da am nächsten Tag weniger Wind kommen sollte.

Am nächsten Tag starteten wir als erstes und deshalb mussten wir schon um 6 Uhr aufstehen, denn der Bus fuhr um 7:20 Uhr zum Hafen. Dort angekommen waren wir guter Dinge, denn der Wind hatte tatsächlich etwas abgenommen. Doch auf dem Wasser merkten wir, dass die Konkurrenz bei diesem Wind genauso gut segeln konnte, waren aber mit unserem 7. und 5. Platz zufrieden. Beim Bootstausch am Strand waren wir nun an der Reihe, die Jungs mit Informationen über Wind, Dreher und bevorteilte Seite zu füttern, bevor wir wieder ins Quartier fuhren und am restlichen Tag entspannt durch die Stadt bummelten.

Am dritten Wettfahrttag konnten wir wieder ausschlafen. Zur Mittagszeit kamen die Jungs am Strand an und wir konnten rausfahren. Es war der ideale Wind für uns, was man auch an den Ergebnissen sehen konnte, denn wir segelten einen 1. und einen 2. Wieder an Land freuten wir uns riesig, denn durch diese Platzierungen waren wir nun auf dem 4. Platz.

Als wir am nächsten Tag in den Hafen kamen, war die Überraschung groß, denn die Britinnen, die auf dem 3. Platz waren, haben einen DSQ bekommen und so waren wir nun Dritter. Dadurch segelten wir nicht mit unseren gewohnten Leibchen raus, sondern mit einem Roten, denn die ersten Drei tragen Farbige. Doch das farbige Leibchen übte anscheinend zu viel Druck auf uns aus. Wir waren viel zu nervös und machten vermeidbare Fehler, obwohl man sagen muss, dass der Wind an diesem Tag auch sehr unstetig und spontan war. Als wir dann auch noch kurz vor dem Start kringeln mussten, war der Tag gelaufen. Ein 8. und ein 14. Platz waren nun das Resultat und insgesamt nur noch Siebter. Damit war die Chance auf eine Medaille geplatzt. Wir waren sehr enttäuscht, doch ändern konnten wir es ja nicht mehr, darum freuten wir uns für unsere Teamkameradin Hannah Anderssohn aus Warnemünde, die bei den Laser Radial Mädchen auf den 1. Platz war.

Für den letzten Wettfahrttag war nur noch eine Wettfahrt angesetzt. Die Jungs starteten wieder zuerst und wir segelten erst mittags raus. Es waren ideale Segelbedingungen und wir holten noch einmal alles aus uns raus. Nach einem spannenden Halbwind, auf dem wir durch einen Leebogen noch ein Boot überholten, belegten wir den 3. Platz. An unserer Gesamtplatzierung änderte das allerdings nichts mehr. Wieder an Land angekommen, bauten wir das Boot ab und richteten es so her, dass wir es wieder abgeben konnten. Danach fuhren wir zurück in die Unterkunft, fingen an, unsere Koffer zu packen und machten uns für die Siegerehrung fertig, die um 19 Uhr beginnen sollte. Für Deutschland war letztendlich leider keine Medaille drin, denn auch bei Hannah fehlten die Nerven und so wurde sie 5., was trotzdem das beste deutsche Ergebnis war. Nach der Siegerehrung gab es ein Buffet und dann haben wir den Abend entspannt und vergnüglich ausklingen lassen.

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung und Erfahrung. Auckland ist ein ideales Segelrevier und hat eine atemberaubende Natur. Mit unserem 7. Platz haben wir unser Ziel, Top 10 zu sein, erreicht, obwohl wir natürlich etwas enttäuscht waren, dass wir vom dritten Platz wieder nach hinten gerutscht sind.

Doch egal wie schön es war, zu Hause ist es doch immer am schönsten und vor allem Weihnachten möchte ich dann doch lieber im Winter feiern statt im Sommer, denn die Weihnachtsstimmung ist dort bei bis zu 28°C nicht wirklich aufgekommen.

Ich möchte mich bei meinen Trainern Ekkehard Schulz und Jörg Lehmann bedanken, die mich auf meinem Weg bis heute immer unterstützt haben. Außerdem danke ich meinen Sponsoren, vor allem dem Schweriner Segler-Verein, der Sparkasse Schwerin, der VR-Bank und dem SVMV, durch deren finanzielle Hilfe die Reise realisiert werden konnte und natürlich bei meiner Familie, die immer hinter mir standen und es hoffentlich auch in Zukunft tun werden.

Sofie Schöne
GER 56064

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