Heiße Tage im Herbst

Die letztem Tagen im September und die erste Woche im Oktober waren in unserem Verein von zwei großen Segelveranstaltungen geprägt:

Die IDM der Laser begann am Samstag den 29.09. mit der ganztägigen Vermessung aller teilnehmenden Boote. Bereits am Freitag war das Helferteam dabei das Regattabüro einzurichten, das Gelände herzurichten, die anreisenden Segler zu empfangen und am Abend die Teambesprechung abzuhalten. Während des ganzen Vermessungstages reisten die Segler mit ihren Booten an. Mehr als 20 Teilnehmer nutzten das Angebot, trotz des herbstlichen Wetters auf der Marstallwiese zu campen. Der größte Teil zog aber wärmere Quartiere vor. Nach Abschluss der Registrierung standen 85 Meisterschaftsteilnehmer in den Klassen Laser Standard, Laser Radial (Damen) und Laser Radial Open (Herren) fest. Für die Laser Open war es die erste Deutsche Meisterschaft überhaupt.

Unter Leitung des Wettfahrtleiters Alexander Goltz fanden von Sonntag bis Dienstag jeweils drei Qualifizierungswettfahrten statt. Am letzten Tag gab es noch ein Rennen und danach für jede Klasse ein Final Race der 10 Besten. Dieses letzte Rennen konnte entscheidend sein: es ging in die Wertungen mit doppelter Punktzahl ein. Welche Auswirkungen eine derartige Wertung hat, kann man gut der Homepage von Franziska Goltz und den Ergebnissen auf unserer Homepage an anderer Stelle entnehmen.

Insgesamt hatte der Verein für diese Veranstaltung täglich bis zu 30 Helfer aktiviert. Neben einem Start- und einem Zielschiff waren insgesamt noch sechs weitere Funktions- und Schiedsrichterboote auf dem Wasser unterwegs. Durch die Vielzahl von Mensch und Material konnte der Wettfahrtleiter eine anspruchsvolle Meisterschaft sicherstellen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hatten wir auch jeweils einen internationalen Schiedsrichter aus Dänemark, Finnland, Polen und Deutschland engagiert. Das Schiedsrichterteam wurde von Kai Erichsen und Peter Bartmann aus unserem Verein verstärkt. Der Vorteil einer internationalen Jury liegt neben dem großen Erfahrungsschatz darin, dass deren Entscheidungen nicht berufungsfähig sind.

Nach der Olympiade war im Bereich der männlichen Lasersegler die Luft raus und die drei besten Segler nahmen leider nicht an der Meisterschaft teil. Dafür waren die Frauen aber vollzählig mit dem Spitzenpersonal angetreten. Diese sorgten dann auch für spannende Wettkämpfe mit einem überraschenden Schlussergebnis.

Neben dem sportlichen Teil gab es für die Helfer und Segler am Sonntagabend ein gemeinsames großes Abendessen in unserer Vereinsgaststätte und am Dienstag einen Grillabend. An beiden Abenden waren die Qualität und die Quantität des Essens ausgesprochen gut und erfuhren viel Lob. Noch am Samstagabend fand im Bootshaussaal die Klassenversammlung der Laser einschließlich der Vorstandswahl statt.

Während der Wettkampftage, aber insbesondere nach der Siegerehrung gratulierten die Segler und die Klassenverantworlichem dem Verein und der Crew für eine den höchsten Ansprüchen genügenden Deutschen Meisterschaft ohne Fehl und Tadel. Auch die gesamten Rahmenbedingungen wurden als herausragend und wohltuend empfunden. Der Verein und sein Umfeld will die Klasse in Zukunft öfter in Anspruch nehmen.

Aber nicht alle Bedingungen wurden alleine vom Verein bestimmt. An allen Tagen herrschten beste Wetterbedingungen: Der Wind war gut und beständig und die Sonne strahlte. Der erste Regentropfen fiel erst am Mittwoch und zwar in dem Augenblick, als die Siegerehrung beendet war. Jeannette Geithner sorgte dafür, dass alle Teilnehmer von sich und den Konkurrenten eine Vielzahl von Bildern auf Facebook betrachten konnten, die während der Tage auf dem Wasser geschossen worden waren. Diese Fotos sind bei allen Seglern sehr beliebt.

Unser Glück und die guten Tage setzen sich dann drei Tage später mit der Petermännchenregatta fort. Auch hier ab Freitagabend die Vorbereitungen und die ersten anreisenden Segler. Und auch hier wieder eine starke Mannschaft von Helfern. Gemeldet hatten 46 Boote aus den Klassen 505, Contender und Korsar. Aufgrund der angekündigten schlechten Wetterlage erschienen dann leider nur 36 Boote mit insgesamt 75 Seglern.

Diesmal war der Aufwand auf dem Land und Wasser mit 25 Helfern etwas geringer. Unter der Leitung von Jörg Zimmermann wurden am Samstag bei zunehmender Wetterbesserung vier Wettfahrten und am Sonntag bei strahlender Sonne und gutem Wind noch zwei weitere Wettfahrten gesegelt.

Am Samstagabend gab es das traditionelle gemeinsame Essen in unserer Gaststätte. Auch an diesem Abend war das Essen wieder sehr gut und reichlich. Die Segler saßen noch lange zusammen und schauten sich die beliebten Bilder des Tages an.

Auch nach diesen Wettkämpfen waren die Segler von der Leistung unserer Wettfahrtmannschaft sehr angetan. Es gab keine Fehler und nur eine ganz kleine Panne. Insbesondere Segler, die zum ersten Mal bei uns waren, versprachen unbedingt im nächsten Jahr wieder zur Petermännchenregatta zu kommen. Sprecher der Klassen sprachen dem Verein und Team während der Siegerehrung ihr Lob und Dank aus. Und auch hier endete der Tag wie die deutsche Meisterschaft. Minuten nach der Siegerehrung fielen die ersten Regentropfen.

Insgesamt waren die Tage ein erheblicher Kraftakt für den Verein und wir würden uns freuen, wenn mehr Mitglieder im Frühjahr rechtzeitig ihre persönliche Hilfe und Unterstützung für alle Regatten bekunden würden. Trotz des erheblichen Zeitaufwands macht der Einsatz bei einer solchen Veranstaltung allen Helfern großen Spaß. Mit der Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung wird wieder ein entsprechendes Rückmeldeformular mitgeschickt. Wir freuen uns, wenn wir das eine oder andere neue Gesicht bei den Helfern begrüßen können.

Die Ergebnisse aus beiden Veranstaltungen und zu den beteiligten Klassen sind auf unserer Homepage eingestellt. Dazu gibt es auch eine Bildergalerie.

Ergebnisse der IDM
Ergebnisse der Petermännchenregatta

Bernhard Kaatz

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